Lothar Goretzki
schrieb am 20.07.04:
Eine sehr schöne Rezension haben sie da verfasst. Respekt!
Viele Grüße
Lothar Goretzki
Konrad Fischer
home: www.konrad-fischer-info.de
schrieb am 15.07.2004
Lieber Herr Linke,
ich küsse Ihnen die Füße für den umwerfend genau beschriebenen "Weg zum Erfolg" in der Denkmalpflege.
(Anmerkung J. Linke: Nicht doch, lieber Herr Fischer, wir kämpfen doch an einer Front!)
Ein humoriger Beitrag zu den Entartungen des Schweinesystems unter dem Tarnbegriff Denkmalpflege. Alles frei nach dem Motto: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Auch wenn man dabei die stumpfgewordenen letzten paar Zähne bitter zusammenbeißen muß. Weiter so! Was bleibt einem auch sonst übrig?
Das ist so hilfreich für meine Zukunft, daß ich es flugs auf http://www.konrad-fischer-info.de/3gutacht.htm und http://www.konrad-fischer-info.de/10hoai.htm verlinken mußte. Sie werden doch nix dagegen haben? (Und gerne dürfen Sie auch mal zurücklinken.) (Anmerkung J. Linke: Es ist mir ein Bedürfnis!)
Und Ihr Natursteinverriß! (Anmerkung J. Linke: Kein Verriss, nur Schutzinstinkt.) Ebenfalls verlinkt auf
http://www.konrad-fischer-info.de/8buch.htm
http://www.konrad-fischer-info.de/29bausto.htm
eeiter so. Und merke: Denkmalpflege macht vor allem Spaß!
Herzlichst
Ihr Konrad Fischer
Udo Koppernock
home: http://www.ssf-ing.de
schrieb am 16.8.2004
Hallo Herr Linke,
auch wenn ich zugegebener Maßen nicht der anerkannte Fachmann in Denkmalpflege und Restaurierung bin, habe ich mich über die mail bzw. den Link auf eure Seite gefreut, durfte ich doch auch ein wenig in der Branche "Staub wischen" und in, jugendlich ausgedrückt, geiler Zusammenarbeit durchaus tolle Erfahrungen sammeln. Um aber beim eigentlichen Thema zu bleiben kann ich mir gut vorstellen, dass (oder doch "altneu" daß) eure Seite insbesondere der in Rede stehende Artikel ein wenig Staub aufwirbelt, zumal ich als Bau-Ing. und vordergründiger Ingenieurbauer mir doch eine Sicht von außen genehmigen kann.
Mir persönlich gefällt die Webseite gut. Insbesondere auch der mit "spitzer Feder" verfasste Artikel zur Denkmalpflege ist aus meiner Sicht absolut OK. Dies liegt vor allem daran, dass mir der ironische und überzogene Grundton sehr gefällt, zumal ich davon ausgehe, dass ein vernünftig denkender Mensch dies werten und verstehen kann.
Ob man damit potentielle Kunden anspricht, wage ich aber zu bezweifeln. Und da wäre man sicher auch in so einer Art Grundsatzdebatte darüber, was und wen soll eure Seite erreichen? Vom reinen Standpunkt des Geschäftlichen aus betrachtet müßte eure Seite nach meiner Einschätzung mehr "selbstdarstellerisch" sein, mehr eure bisherige Arbeiten in den Vordergrund stellen. Die Seite kommt, ich darf das mal so ausdrücken, recht "intellektuell" rüber, womit ich selbst überhaupt kein Problem habe, im Gegenteil bietet dies doch auch Diskussionsansätze über Diskussionsansätze. Ist eure Seite dafür gedacht? (Anmerkung J. Linke: Ja, genau so ist es. Siehe home)
Auch wenn ihr zeigen wollt wer ihr seid, was ihr wollt und was ihr mit eurer Arbeit verbindet ist die Seite top, da es ja im Wesentlichen eure Artikel und Meinungen sind die gepostet werden, kann man sich ein Bild von dem oder denjenigen machen die offensichtlich ihren Job "lieben" und sich auch darüber Gedanken machen.
Um aber nur für seine Arbeit zu werben und um einen neuen Kunden zu akquirieren dann geht dies sicher mit weniger Text und mehr "ins Auge springenden" Bildern, wobei es sicher auch so ist dass eine noch so gute Webseite nicht zwingend für mehr Aufträge stehen wird. Es krankt einfach an anderen Dingen.
Zur Zeit darf ich Instandsetzungsarbeiten an zwei Flutbrücken in Dessau "bauüberwachen". Dabei konnten wir uns im Zuge der Planung für den Erhalt der Natursteinunterbauten stark machen. Die letzte Konsequenz diese Arbeiten von mir bekannten und mehrfach empfohlenen Fachleuten bei der Planung und Durchführung mit betreuen zu lassen verhallte mit dem Hinweis auf die Haushaltslage. (Anmerkung J. Linke: Nicht den Kopf hängen lassen, Herr Koppernock. Mauern Sie einfach einen Zettel ein, auf den Sie schreiben: „Liebe Nachfahren, eigentlich wussten wir wie es richtig ist und wir wollten Euch das uns Anvertraute wohlbehalten weiterreichen. Leider fehlte uns das Geld. Vergebt uns bitte!“
Liebe Grüße aus Halle
Ciao Udo Koppernock
Lutz Krause
home: http://www.architechnik.de
schrieb am 17.8.2004
Hallo Fachleute, wie war die Sache damals .. mit den Steinen und dem Glashaus? Zugegeben, es müssen sehr alte Steine gewesen sein. Und das Glashaus war vielleicht sogar nur ein Denkmal (nicht mal auf der Welterbeliste), aber mit dem Werfen gabs schon immer Probleme......
Witzig und hintergründig ist das ganze schon. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass hier (auch!) eine "Selbstbedienungstheke" (mir fällt das richtige, wahrscheinlich engl./ amer. Wort, nicht ein) für Flachdenker mit antidenkmalpflegerischem Allwissenheitsanspruch aufgestellt ist. Da ja das tatsächliche Leben ( oder besser: die bürokratisch verordnete aktuelle Bühnenversion seiner globalen Daueraufführung) in weiten Teilen (heißt heute: "ein Stück weit") so lächerlich ist, wie Ihr es beschrieben habt, dürften zweifelsfrei auch alle Akteure potenzielle Gaukler (oder wie nennt man umgeschulten Schwätzer hinter kündigungsgeschützten Schreibtischen oder die "Beratergutachter" innovativer Neuunternehmensgründungen in ihren bedeutungsvollen Netzwerkstrukturen?) sein. Richtig vermutet: auch wir, wenn wir unser Fell zu Markte tragen (müssen), werden zunehmend nach unseren schauspielerischen Fähigkeiten beurteilt (nennt man das "casting"?). Nicht vorrangig die Lösung eines Problems erweckt auftraggeberisches Interesse, sondern eher die Fähigkeiten zur allgemein verständlichen Beschreibung der Vielschichtigkeit möglicher Untersuchungs- und Lösungansätze, ihrer Bearbeitung im "Projektteam" auf der Basis vorgegebener "Organigramme" bei ständig abrufbereiter Kosten- und Terminkontrolle (Inhalte können ja später geklärt werden).
Die Verpackung dominiert den Inhalt. Weiter so mit der Liberalisierung der Werbung für Freiberufler......
Aber was war der Ausgangspunkt? Ich lese einfach nochmal bei pons asini nach.
(Anmerkung J. Linke: Manchmal sind die Scheiben blind geworden. Da lohnt auch kein Putzen. Ergo muss auch das Glashaus irgendwann mal erneuert werden. Alte, blind gewordene Scheiben will niemand mehr haben. Wenn sie mit Steinen beworfen werden, bezahlt´s wenigstens noch die Versicherung! Aber aufpassen: Manch einer hat schon auf VSG umgestellt.)
anonym schrieb am 24.08.2004 zum "Der Weg zum Erfolg"
Hallo,
richtig spannend, was sich jeder sehr zum Eigenen machen sollte. Vielleicht noch als Ergänzung zur Praxis eines Restaurators, wie er sich ins richtige Licht setzen kann gegenüber der Fachbehörde:
-grundsätzlich gilt, die wirklichen Befunde geheim halten,
-mit ganz einfachen Tricks lässt sich ein Befund perfekt manipulieren,
-wenn ich weiß, der Denkmalpfleger liebt rosa, so sollte niemals Rosa auftauchen, das Leben ist schwer genug, warum sollte es dem Denkmalpfleger besser gehen,
-aus zwei übereinander liegenden unterschiedlich hellen Farbschichten kann man sich z.B. einen Perlenfries arbeiten und als seltenen Befund dem Denkmalpfleger präsentieren; so steigt die Achtung und der nächste Auftrag ist gesichert,
-sich niemals auf Diskussionen einlassen, das Repertoire des Denkmapflegers ist unerschöpflich, dem Freiberufler zu zeigen, wo der Hammer hängt,
-man sollte als Freiberufler in der Anrede eines Denkmalpflegers immer einen Dr.-Tittel voranstellen, dieser Irrtum wird besonders hoch geschätzt,
-Befundvernichtung dient allen, man hat weniger Ärger, wird von Denkmaleigentümer und Denkmalpfleger wegen geringen Aufwands gleichermaßen geliebt - den Gewinnverlust macht der Freiberufler sowie so durch Befundmanipilation wett.
anonym schrieb am 30.08.2004 zum "Der Weg zum Erfolg"
So lustig er erstmal klingt, der Beitrag Denkmalpflege-Regeln, letzlich ist er doch ganz schön bitter. Man weiß natürlich, dass da Wahrheit dahinter steckt, wenngleich vielleicht überzogen und sarkastisch, vielleicht aber auch nicht. Und ein bisschen überkommt Wehmut: Ist es tatsächlich so schlecht bestellt um unsere Denkmäler? Und noch mehr und noch schlimmer der soziale Aspekt: Warum können wir nicht mehr zusammenhalten und versuchen, gerade bei knappen Kassen, gemeinsam zu einem guten Ergebnis zu kommen? Sofort fallen einem Parallelen auch zu anderen Arbeitsbereichen ein: Es scheint fast Allgemeinplatz zu sein, dass sich einer aufspielt und bar jeglicher Kompetenz Dinge durchsetzt, die er qua Amt und Hierarchie auch meint durchsetzen zu müssen. Der mühsam erworbene Teamgeist scheint dahin. Dagegen blühen alle auf , die einen Arbeitsplatz haben, markieren ihr Revier, stellen sich auf einen Sockel und glauben auch noch selbst daran, dass sie die Größten sind.